#noexcuses Auf der Suche nach Motivation

06.07.2017

Es ist Montag, 17 Uhr, Feierabend. Jetzt schnell nach Hause, kochen, essen und schauen, was in der Glotze läuft - oder doch lieber ins Fitnessstudio?

Sport? Nein, war ein anstrengender Tag.

 

Ich kann mich an einen grauen Wintertag vor meiner Trainerkarriere erinnern, an dem ich vor demselben Dilemma stand: Eine Stunde vor Dienstende denke ich schon daran, ob ich wirklich nachher noch trainieren soll. Eigentlich war es heute schon anstrengend genug. Kunde Maier war heute wie immer ein harte Nuss und überhaupt möchte ich lieber chillen.

Aber ohne regelmäßiges Training wird's nichts mit der Traumfigur, vielleicht sollte ich es einfach wagen und nicht so viel nachdenken.

Es dauert eine weitere halbe Stunde bis ich mich endlich dazu durchringen kann. Na gut, schließlich schleppe ich mich in die Garderobe des Studios, ziehe mich um und beginne mit meinem fünf Minuten global Warm-up am Crosstrainer.

 

Nach den fünf Minuten geschieht etwas Unerwartetes. Plötzlich habe ich wieder Energie, keine Spur mehr von der bleiernen Müdigkeit, die mich kurz davor noch, fest im Griff hatte. Ich gehe also auf den Floor und trainiere fröhlich und auch etwas verwundert weiter. 

Als ich mit meinem Workout fertig bin, wird es noch besser. Ich fühle mich entspannt, glücklich und energiegeladen zugleich. Jetzt kann ich meinen Feierabend in vollen Zügen genießen. Zu Hause koche ich eine extravagantes Menü und nach dem Essen nehme ich mir genug Zeit, mit meinem Partner unsere Pläne für die nächsten Tage zu besprechen.

 

Damals konnte ich mir dieses Phänomen nicht erklären, doch später klärte mich ein Trainerkollege auf : "Manchmal muss man Energie investieren, um Energie zu bekommen"

Heute weiß ich, dass mir jedes Workout gut tut. Sollte ich müde und unmotiviert sein, schiebe ich alle negativen Gedanken beiseite und konzentriere mich auf mein Motto - "Einfach machen, nicht so viel nachdenken, ich habe ein Ziel und heute zu passen, bringt mich dem Ziel nicht näher".

 

Viele Menschen haben das richtige Werkzeug, um ihre Ziele zu erreichen. Sie haben einen tollen Trainingsplan und wissen, auf was es bei den einzelnen Übungen ankommt, doch meistens scheitert es an der nötigen Konsequenz.

Mir begegnen so viele Kunden, die andauernd ein schlechtes Gewissen sich selbst gegenüber haben, weil sie schon lange nicht mehr im Studio waren und überhaupt ein bisschen deprimiert sind, weil ihre Traumfigur in weiter Ferne liegt. Ich denke dann an die motivierten Gesichter, die mir noch bei Abschluss der Mitgliedschaft im Fitnessstudio entgegen geblickt haben und würde ihnen gerne aus ihrem Dilemma helfen, aber mittlerweile weiß ich, dass sich jeder aus eigenem Antrieb und aus eigener Kraft heraus von der Couch hochbewegen muss.

Zum Glück gibt es einige Tipps und Tricks, die helfen, unsere Ziele vor Augen zu behalten und unsere Motivation zu konservieren.

 

Ein guter Tipp aus der Praxis ist daher das Workout zu einer Gewohnheit zu machen. Einen Monat lang regelmäßig ausgeführte Tätigkeiten werden zur Gewohnheit. Wenn es soweit ist, muss ich nicht mehr darüber nachdenken, ob und wann ich heute meinen Sport mache, ich tue es einfach und es kostet mich nicht mehr viel Willensstärke.

Deswegen empfehle ich meinen Kunden, sich als erstes Ziel zu setzen, einen Monat lang konsequent ihren Trainingsplan zu verfolgen.

Eine Traumfigur zu bauen, dauert ein bis drei Jahre, wenn ich mich in dieser Zeit nicht mit Teilzielen über Wasser halten kann und das Programm in meinen Alltag einbaue, geht die Motivation und der Spaß verloren und das Ziel bleibt in weiter Ferne.

Man spricht von prozessorientierter Zielführung, in China würde man sagen “Der Weg ist das Ziel” und das ist auch auf andere Lebensbereiche anwendbar.

Habe ich also das große Ziel vor Augen z.B. in zwei Jahren meine Traumfigur zu erreichen oder keine Rückenschmerzen mehr zu haben, suche ich mir Teilziele, wie z.B. die geplanten Trainingsvolumina einzuhalten, Körperumfänge zu verbessern oder eine gewisse Zeit schmerzfrei zu sein.

 

Sehr oft ist es nicht der Spaß an der Bewegung, der Menschen in ein Fitnessstudio lockt, sondern körperliche Beschwerden (Rückenschmerzen, Verspannungen, Knieprobleme, Schlafstörungen usw.) , die ohne regelmäßiges Training unerträglich werden.

Doch selbst das ist oft nicht Motivation genug, regelmäßiges Krafttraining zu betreiben, weil sehr oft der Spaß an der Sache fehlt.

Doch das lässt sich ändern, vielleicht gibt es eine Übung, die ich gerne mache oder einen speziellen Gruppenkurs. Egal was es ist, ich versuche, es in mein Training einzubauen, um mich zu motivieren. Speziell wenn jemand unter andauernd wiederkehrenden Problemen aufgrund seines vielleicht zu einseitigen Alltags leidet, sollte das Training zum Leben dazugehören.

 

Wenn die Zeit fehlt, ist es vielleicht auch an der Zeit, meine Prioritäten neu zu setzen.

Zu sagen "ich habe keine Zeit" bedeutet"es ist mir nicht wichtig genug".

Wäre es so wichtig, könnte ich früher aufstehen und mein Training durchziehen, aber in diesem Fall hat der Schlaf meist Priorität. Es ist auch verständlich, dass für viele Sport nicht an erster Stelle steht, aber wenn wir uns Ziele setzen, sollten wir ehrlich zu uns sein und der Umsetzung gegebenenfalls genug Platz in unserem Leben einräumen.

 

Für viele Menschen ist es auch äußerst motivierend, mit einem Personal Trainer zu arbeiten. Der Trainer stellt ein exakt auf mich zugeschnittenes Programm zusammen, zeigt mir, wie ich was, wann und wie lange machen muss, unterstützt mich mit all seinem Wissen im Prozess und hilft mir sicher an meine Grenzen zu gehen. Außerdem bin ich nicht alleine im Gerätedschungel und kann mir sicher sein, die besten Voraussetzungen für das Erreichen meiner Ziele zu erfüllen.

 

In diesem Sinne: Find your motivation or just do it and make it a habit!

 

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