#homeworkout Eine On- Off Beziehung

03.10.2017

 

 

Zu Hause trainieren ist für viele eine frustrierende Angelegenheit.

Wie viele schöne teure Hometrainer verstauben in den Kellern Wiens?

Meist läuft das ungefähr so: Man ist total motiviert und überzeugt, dass das neue Gerät endlich alle Probleme löst und Traumfigur und Wohlgefühl  im Kaufpreis mit inbegriffen sind . Dann setzt man sich zwei bis drei Mal auf das schöne Gerät und plötzlich kommt die Erkenntnis: “Das ist richtig anstrengend und Ergebnisse seh ich nach zwei Workouts noch keine.”

Also wird das arme Teil in eine Ecke gestellt, noch schlimmer, als Kleiderständer verwendet und erst wieder beim Frühjahrsputz abgestaubt. Nach einem Jahr beschließt man dann, den Platz anderweitig zu nutzen, und der teure Hometrainer kommt in den Keller: “Könnte ich ja nochmal brauchen.”

Und das war’s dann mit dem Sport zu Hause. Lieber ins Studio, da ist man motivierter.

 

Ich bin sicher, ihr kennt das auch oder habt es schon selbst erlebt.

Aber warum klappt das Trainieren in den eigenen vier Wänden so selten?

Es wäre so praktisch und zeitsparend. Vor der Arbeit und nach der Arbeit könnte man sporteln und sich richtig gut fühlen ohne Wegzeit ins Fitnessstudio.

 

Ich denke, es hat viele Gründe. Zu Hause ist es am schwersten, Gewohnheiten zu ändern und wenn man gerne nach der Arbeit vor dem Fernseher entspannt, ist es wirklich sehr hart das zu ändern. Es muss erst der Punkt kommen, an dem man sich denkt “Nein, jetzt hab ich genug, ich mach das anders” und sich danach ungefähr einen Monat konsequent an den neuen Vorsatz hält.

 

Ein anderer Faktor ist auch unsere Work Life Balance. Wie kriegt man alles unter einen Hut ohne permanent gestresst zu sein? Arbeit, Familie, Freunde, Ernährung, Sport, Hobbys usw. Und hier kommen unsere Prioritäten ins Spiel. Oft höre ich “habe keine Zeit”, was nichts anderes als ein Code für “ist mir nicht wichtig genug” ist.

Erst wenn das Training weit oben auf der Liste ist, klappt es, und das kann anfangs viel Überwindung kosten.

Aber mit der Zeit wird sich der Sport ganz leicht im oberen Bereich eurer Liste halten, wenn es Spaß macht und ihr euren Zielen näher kommt.

Viele Menschen beginnen erst mit dem Training, wenn es ein Problem mit Figur oder Gesundheit gibt.

 

Außerdem will uns die Fitnessindustrie weismachen, dass wir in einem Monat unsere Traumfigur und Ziele erreichen können. Tut sich nach einem Monat nicht viel und zeigt die Waage vielleicht noch mehr Gewicht als vorher an, sind wir frustriert. In einem Monat kann zwar durch das Training recht viel passieren aber eine Traumfigur zu bauen, dauert je nach Ausgangssituation ein bis drei Jahre.

Stellt es euch wie Schulden vor. Es dauert eine gewisse Zeit bis man Schulden hat und es wird wahrscheinlich länger dauern, diese zurückzuzahlen. So ähnlich ist das mit unserem Körper.

Wirklich tolle sicht - und spürbare Ergebnisse kann man in einem halben Jahr bis einem Jahr erreichen. Nach ein, zwei Monaten fühlt man sich vielleicht schon besser, hat etwas abgenommen oder zugenommen.

 

Aber wie kann man sich über eine so lange Zeit hin motivieren?

Setzt euch Teilziele: geringere oder größere Körperumfänge, mehr Wohlbefinden, weniger Verspannungen oder Schmerzen. Diese bringen euch Stück für Stück zum Ziel.

Findet einen Weg euch selbst zu motivieren, eine Übung oder eine gute Playlist können schon helfen. Und stellt euch mental darauf ein, dass das Training dauerhaft in den Alltag eingebaut wird, nicht nur für 2-3 Monate.

 

Ich rate Kunden, die abnehmen wollen, eher Abstand von der Waage zu nehmen. Gerade anfangs machen sie alles richtig und trotzdem zeigt die Waage oft mehr an. Jetzt denkt ihr sicher, Muskeln sind schwerer als Fett. Ja, aber in einem Jahr kann  man unter besten Voraussetzungen, sprich 6 Mal Training pro Woche, optimale Ernährung und Regeneration 3 kg an Muskelmasse aufbauen. Es kann z.B. am Wasserhaushalt des Körpers liegen, wir bestehen zu 65% aus Wasser.

 

Ich bin mir sicher 15 Minuten drei Mal die Woche kann jeder für Training zu Hause aufwenden, z.B. während der Fernsehwerbung. Wichtig ist einfach anzufangen und eine gewissen Regelmäßigkeit aufzubauen. Wenn das gut klappt, könnt ihr mehr Übungen einbauen und vielleicht Zusatzequipment wie z.B. Widerstandsbänder verwenden.

Probiert mal folgende Übungen, als Tabata Intervall Training für Anfänger (10 Sekunden aktiv, 20 Sekunden Pause- davon acht Runden pro Übung):

 

- Kniebeugen

- Crunches

- Mountain Climbers

 

 

 

 

Und wenn ihr einen ungenutzten Hometrainer habt, haucht ihm neues Leben ein:

5 Minuten aufwärmen

5 Minuten Intervalltraining (30 Sekunden hohe Intensität und 30 Sekunden niedrige Intensität)

5 Minuten mit niedriger Intensität zum Abschluss

 

Zu Hause fit werden, kann so einfach sein!




 

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